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Schweizer Bahnhöfe haben das gewisse Etwas

Kiosk-Wagon mit Außenhaut aus Streckmetall

Am Bahnhof Reise-Proviant einzukaufen, kann eine spektakuläre Angelegenheit sein. Nämlich dann, wenn Schweizer sich kreativ ins Zeug legen. Dann entsteht zum Beispiel ein Kiosk-Wagen mit einer Streckmetall Außenhaut. Für Architekten und Metallbauer eine ebenso knifflige wie faszinierende Aufgabe.

Reise-Proviant kaufen wird zum Erlebnis

Rund 770 kleine und mittlere Bahnhöfe unterhalten die Schweizer Bundesbahnen auf ihrem über 3.000 Kilometer langen Streckennetz. Auf vielen können sich Fahrgäste in Kiosken mit allem eindecken, was sie für die Reise benötigen. In Wettingen realisierte das Büro am-architektur in Zusammenarbeit mit Josef Kramer Metallbau einen „Kiosk-Waggon“ mit einer Außenhaut aus MEVACO Streckmetall Raute 55x20x4, Stahl, 3,0 mm verzinkt und pulverbeschichtet. Eine anspruchsvolle Aufgabe, denn die Streckmetalltafeln mussten exakt bearbeitet werden, um Aussparungen für Geldautomaten, Leuchtkastenkonsolen und Beschriftungshalterungen zu integrieren. André Meier und Josef Kramer berichten, wie am Ende alles aufeinander passte.

Dass die Schweiz einige der spektakulärsten Bahnstrecken der Welt zu bieten hat, ist bekannt: Der Glacier Express zwischen Zermatt und St. Moritz ist der Klassiker unter den Alpenzügen, der Bernina Express führt auf der höchstgelegenen Zugstrecke Europas durch die Panoramalandschaft Graubündens. Auch für 350 Millionen Bahnnutzer pro Jahr, die einfach nur pünktlich von A nach B möchten und dabei das über 3.000 Kilometer lange Streckennetz der Schweizer Bundesbahnen nutzen, wird eine Menge geboten, und zwar schon vor der Reise: viele der rund 770 kleinen und mittleren Bahnhöfe bieten einen Kiosk mit allem, was das Herz begehrt. Im Bahnhof Wettingen im Kanton Aargau kann der Reisende nach Umbau des Bahnhofareals seinen Einkauf in einem hochmodernen „Kiosk-Waggon“ vornehmen.

Güterwagon als Bahnhof-Kiosk

Wie André Meier von am-architektur berichtet, drängte sich die Gestaltung des Kiosks in Form eines Güterwaggons geradezu auf. Dabei kam MEVACO Streckmetall Raute 55x20x4, Stahl, 3,0 mm verzinkt und pulverbeschichtet mit einem freien Querschnitt von 64% zum Einsatz. Die Gründe lagen auf der Hand, wie der Architekt erläutert: „Zum einen muss das Metall robust sein für die öffentliche Nutzung. Auf einem Bahnhofsgelände ist Vandalismus nie ganz auszuschließen. Dann muss das Material eine dauerhafte Oberfläche bieten, soll Träger für Werbezwecke sein - und natürlich auch ästhetischen Anforderungen genügen.“

Gut Ding will Weile haben

Keine leichte Aufgabe, daher setzten die Architekten um André Meier auf perfekte Planung: „Jede besondere Idee benötigt ihre Vorlaufzeit. Wir waren froh, dass wir vor dem Bau ein Fassadenmuster anfertigten. Daran konnten wir Details weiterentwickeln. Im nächsten Schritt wurde das Gebäude als Holzbaukonstruktion in Leichtbauweise aufgerichtet. Die Montage der vorgehängten Streckmetalle und die Eckverbindungen waren äußerst anspruchsvoll. Schließlich durften in den Ecken keine scharfen Kanten gebildet werden. Außerdem wurden Öffnungen für Geldautomaten, Leuchtkastenkonsolen und Beschriftungshalterungen integriert, sowie auf der Dachseite eine Stehbank mit Reling für wartende Reisegäste. Die Streckmetalltafeln mussten also besonders exakt bearbeitet werden.“ Das wiederum war die Aufgabe von Stahlbau Kramer aus Tägerig.

Perfektion bis ins Detail

Josef Kramer erinnert sich: „Ich habe schon häufiger mit Streckmetall gearbeitet, aber noch nie in einer so großen Fläche. Bei der vollständigen Verkleidung des Kiosks mussten die Rauten haargenau zueinander passen, um eine optische Einheit zu bilden. Daher habe ich das Objekt ausgemessen, um auszurechnen, wie viel Streckmetall ich benötige und dieses bei MEVACO bestellt. Nach Lieferung galt es, die Aussparungen auszuschneiden. Das war eine knifflige Angelegenheit. Anschließend wurde das Streckmetall feuerverzinkt und pulverbeschichtet. Die Ecken haben wir mit Aluminiumwinkeln abgedeckt.“

Innovativ und alltagstauglich

Eine Ausführung, mit der André Meier hochzufrieden war. Schließlich passt diese innovative und alltagstaugliche Lösung bestens zur Philosophie von am-architektur. Oder wie André Meier es ausdrückt: „Gute Architektur ist für mich überraschend, hat eine gewisse Selbstverständlichkeit, ist nutzbar und altert in Würde. Anders gesagt: sie ist zeitlos.“ So zeitlos, wie der mit MEVACO Streckmetall verkleidete Kiosk-Waggon von Wettingen.

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